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Week of 2026-09-07EnglishEspañolFrançaisPortuguês

Regulierungs-Radar: KI-Kennzeichnung, DPDP und Chile-Gesetz im Blick

Was diese Woche wirklich zählt

Wenn du mit Lovable, Bolt oder v0 baust und dein Produkt Nutzer in der EU, Indien oder Chile hat (oder haben könnte), gibt es diese Woche einige Fristen, die du auf dem Schirm haben solltest. Keine Panik – aber auch kein Wegschauen. Hier die Kurzfassung, ohne Juristendeutsch.

EU AI Act: Transparenzpflichten sind jetzt scharf

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 des EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689). Betroffen sind Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, die in der EU angeboten werden.

Was das konkret bedeutet, wenn deine App einen Chatbot, einen KI-Assistenten oder generierte Inhalte enthält:

  • Nutzer müssen erfahren, dass sie mit einem KI-System interagieren – kein Verstecken hinter "Support-Team" oder ähnlichen Fake-Personas.
  • Von KI generierte Inhalte (Text, Bild, Audio) sollten entsprechend gekennzeichnet werden.

Das digitale Omnibus-Paket, das im Juni 2026 verabschiedet wurde, hat an diesem Datum nichts geändert – die Pflicht steht.

Mehr Details: /law/eu-ai-act

Die nächste Frist: Ende der Übergangsfrist für Content-Kennzeichnung

Hier wird es für viele Builder relevant, die schon vor der Regel live gegangen sind: Am 2. Dezember 2026 endet die Übergangsfrist des digitalen Omnibus für die maschinenlesbare Kennzeichnung generierter Inhalte (Art. 50.2).

Konkret heißt das: Wenn dein KI-System bereits vor dem 2. August 2026 auf dem Markt war, hattest du eine Gnadenfrist – die läuft jetzt aus. Ab dann muss generierter Content mit einer maschinenlesbaren Markierung versehen sein, nicht nur mit einem Hinweistext für Menschen.

Für Apps, die Bilder, Texte oder Audio per KI erzeugen (Content-Generatoren, Marketing-Tools, Design-Apps), ist das ein guter Moment, um zu prüfen, ob die technische Kennzeichnung schon eingebaut ist – nicht erst im November.

Indien: DPDP Act bekommt Ausführungsregeln

Am 1. November 2026 treten die Durchführungsregeln zum Digital Personal Data Protection Act 2023 (Indien) in Kraft. Das Gesetz selbst gilt für die Verarbeitung digitaler personenbezogener Daten in Indien – aber auch außerhalb Indiens, wenn du Waren oder Dienstleistungen für indische Nutzer anbietest.

Wichtig für kleine Apps mit globaler Nutzerbasis: Die neuen Regeln konkretisieren unter anderem, wie ein "verifizierbares Consent" aussehen muss und welche Pflichten sogenannte "Data Fiduciaries" (vereinfacht: die verantwortliche Stelle für die Daten) haben. Wenn du auch nur einen Teil deiner Nutzer in Indien hast, lohnt sich ein Blick auf deine Consent-Flows.

Ficha: /law/dpdp

Chile: neues Datenschutzregime ab Dezember

Am 1. Dezember 2026 tritt die Ley 21.719 in Kraft – Chiles neues Datenschutzgesetz, das die bisherige Ley 19.628 ablöst und eine neue Aufsichtsbehörde schafft.

Für Builder mit chilenischen Nutzern bedeutet das einen kompletten Regimewechsel, nicht nur ein Update. Wer heute schon eine chilenische Zielgruppe hat oder plant, dort zu wachsen, sollte diese Frist im Kalender markieren – die Details zur praktischen Umsetzung werden in den kommenden Monaten klarer.

Ficha: /law/cl-21719

Warum das für kleine Teams ohne Rechtsabteilung zählt

Der gemeinsame Nenner dieser vier Punkte: Sie betreffen nicht nur große Plattformen. Ein Solo-Builder mit einer KI-Feature-App, die in mehreren Ländern läuft, kann schnell unter zwei oder drei dieser Regeln gleichzeitig fallen – EU-Transparenzpflichten, indische Consent-Regeln und chilenisches Datenschutzrecht können parallel greifen, je nachdem, wer deine Nutzer sind.

Das ist keine Liste, die man einmal liest und abhakt. Neue Fristen wie die Kennzeichnungspflicht im Dezember zeigen: Übergangsfristen laufen aus, und "compliant am Launch-Tag" reicht nicht, wenn sich die Anforderungen später verschärfen.

Check dein Setup in zwei Minuten

Du musst nicht selbst nachhalten, welche dieser Fristen dein Projekt betreffen. Auf golexvibe.com/check kannst du kostenlos und ohne Registrierung prüfen lassen, wo deine App aktuell steht – inklusive Datenschutzerklärung, Nutzungsbedingungen, Cookie-Banner und EU-AI-Act-Einstufung. Wenn sich etwas ändert, wird es dort auch automatisch aktualisiert, statt dass du jede Woche Radar-Updates wie dieses hier mitverfolgen musst.

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